Nistkasten

Nistkästen und Nisthilfen für Vögel

Endlich wieder Sommer: Sonnenschein, Grill anzünden und das Vogelgezwitscher genießen. Doch wenn es darum geht, einen geeigneten Nistplatz für den Nachwuchs zu finden, tun sich Vögel zunehmend schwer damit. Dabei kann man unseren Singvögeln ganz leicht behilflich sein und ihnen bei der „Wohnungssuche“ effizient unter die Flügel greifen. Wir erklären in diesem Beitrag alles Wissenswerte zum Thema Nisthilfen.

Nistkästen im Garten: Optisch ansprechend und pragmatisch

Für Vogelfreunde stellt sich die Frage nicht: Ein Nistkasten muss her, damit der Nachwuchs geschützt das Licht der Welt erblicken kann. Was es beim Aufhängen der Nistkästen zu beachten gibt und wie man auch ganz leicht selbst ein Vogelhaus baut, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Denn eines ist schonmal klar: Nistkästen können ein waschechter Hingucker sein und werdende Vogeleltern freuen sich über einen Nistplatz, welcher schon bereitsteht. Das betrifft allerdings nur Stare und Spatzen, da alle anderen Vogelarten kein Freund einer so engen Nachbarschaft sind.

Brutplätze sind in Wohngebieten eine Seltenheit

Die in der Natur lebenden Vögel werden in unterschiedliche Arten unterteilt. Zum Beispiel in Höhlenbrüter wie die Meise. Sie bevorzugt Fels- und Mauerspalten oder Baumhöhlen, um eine angemessene Kinderstube herzurichten. Dort wo Menschen leben, sind die natürlichen Nistplätze jedoch rar gesät. Nistkästen können somit Abhilfe schaffen. Der Aufwand einen Nistkasten aufzuhängen wird belohnt: Die Vögel halten dafür sämtliche Raupen und weitere Schädlinge vom Nistkasten und der Umgebung fern. Auf diese Weise können Sie sogar auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.

Kann man auch fertige Nistkästen kaufen?

Wer seinen Garten optisch aufpeppen und brütenden Vögeln einen Unterschlupf bieten möchte, kann alternativ auch einen fertigen Nistkasten kaufen, anstatt diesen selber zu bauen. Diese sind unter anderem im Holzdekoladen erhältlich. Da solche Geschäfte nicht in jeder Region vorhanden sind, macht es Sinn sich im Internet umzuschauen. Hier finden Sie eine riesige Auswahl und können ganz bequem die Preise vergleichen. Auf diese Weise finden Sie genau das Nistkästchen, welches optisch in Ihr Gartenkonzept passt. Achten Sie bei der Recherche im Netz darauf, dass der Nistkasten eine gut ausgebaute Anflughilfe aufweist. Damit haben es die Vögel leichter, ihr neues Heim zu „betreten“.

Wie hänge ich den Nistkasten richtig auf?

Wenn Sie einen Nistkasten auf Ihrem Balkon, Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten aufhängen wollen, dann muss einiges beachtet werden, damit die Piepmätze sich über ihren neuen Nistplatz auch wirklich freuen können. Das betrifft zum Beispiel die Höhe. Hängen Sie den Nistkasten idealerweise in einer Höhe von zwei bis drei Metern auf. Richten Sie das Einflugloch nach Osten aus. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass dieses nicht der Sonne im Süden oder der Wetterseite im Westen ausgesetzt ist. Wenn Sie mehrere Nistkästen aufhängen wollen, sollten Sie darauf achten, dass zwischen den einzelnen Kästen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird. Zumindest, wenn es sich um dieselbe Gattung handelt. Sonst kann es passieren, dass Konflikte in puncto Nahrung entstehen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, denn Stare und Spatzen haben nichts dagegen, dicht nebeneinander zu wohnen. Außerdem sollte der Nistkasten im Idealfall an einer Mauer befestigt werden. Das schützt den Brutplatz vor Mardern und Katzen. Soll das Nistkästchen dennoch an einem Baum aufgehängt werden, ist es ratsam den Stamm des Baumes diebessicher zu machen. Dafür eignet sich ein stacheliges Mäntelchen. Für diesen „Umhang“ bietet sich Reisig an. Die dürren Zweige hindern Räuber daran, zum Nistkasten hochzuklettern.

Welche Arten von Nistkästen gibt es?

Grundsätzlich kann man die Nistkästen in sechs Arten unterteilen:

  • Vollhöhlen
  • Halbhöhlen
  • Brutröhren
  • Nistbretter
  • Nistkästen mit Spalten
  • Spezialkästen

Bei den Vollhöhlen handelt es sich um die oben beschriebene Variante, welche geschlossen ist und mit einem Einflugloch ausgestattet wurde. Die Halbhöhlen unterscheiden sich durch eine Vorderwand, welche halbgeöffnet ist. Zu den spezielleren Ausführungen gehört die Brutröhre, welche vor allem von Steinkäuzen bewohnt wird. Nistbretter werden primär für Rauchschwalben angefertigt und Baumläufer finden den passenden Unterschlupf in Nistkästen mit Spalten. Lediglich die Wasseramseln benötigen die Komfort-Variante als Spezialnistkasten.

Wie wird der Nistkasten am besten gereinigt?

Im Spätsommer ist es wichtig, dass der Nistkasten gründlich gereinigt wird. Damit verhindern Sie das Einnisten von unerwünschten Parasiten wie zum Beispiel:

  • Zecken
  • Milben
  • Flöhe etc.

Diese würden der nächsten Brut das Leben schwer machen und sollten deshalb spätestens im Frühsommer aus dem Nistkasten vertrieben worden sein. Für gewöhnlich ist es ausreichend, das alte Nest zu entnehmen und alle damit verbundenen Reste zu entfernen. Ist der Kasten stark verschmutzt, sollte mit Wasser und etwas Sodalauge gereinigt werden. Benutzen Sie keinesfalls Desinfektionsmittel oder Reinigungsmittel auf chemischer Basis. Sofern sich über den Sommer Wespen oder Hornissen im Kasten breitgemacht haben, können Sie das Nest im November ohne Bedenken entfernen. Das Volk ist bis dahin längst ausgestorben und die Königin hat sich zum Überwintern einen geschützteren Platz gesucht.

Manche Vogelarten sind nicht sehr anspruchsvoll

Bei einigen Vogelarten handelt es sich um strenge Höhlenbrüter. Andere Vögel sind dagegen etwas flexibler, was das Nistheim betrifft. Der Zaunkönig kann sein Kugelnest entweder in einem Nistkasten oder auch in einem Baum errichten. Auch unsere Sperlinge machen mal eine Ausnahme und bauen sich ein Kugelnest, wenn es an geeigneten Nisthöhlen mangelt. Daran ist die Verwandtschaft mit den in Afrika lebenden Webervögeln erkennbar.

Welchen Nistkasten für welchen Vogel?

Beim Alpensegler handelt es sich um eine koloniebrütende Art, welche einen großen Raum bevorzugt, um darin gemeinsam zu brüten. Alternativ gibt sich der Alpensegler aber auch mit einzelnen Nischen oder einem eigenen Nistkasten zufrieden. Dieser sollte jedoch mindestens 800 cm² groß sein. Das Einflugloch sollte einen Durchmesser von 70 mm aufweisen. Die Bachstelze fühlt sich in Halbhöhlen sehr wohl. Im Idealfall ist diese in der Nähe eines Baches fixiert. Für die Blaumeise bietet sich ein Nistkasten an, welcher mit einem 27 mm weiten Einflugloch ausgestattet ist. Dieser hängt am besten an einem Gebäude oder an einer Mauer. Unsere Dohle wünscht sich einen Nistkasten im Wald, welcher 25 x 25 cm groß und 50 cm hoch ist. Das Einflugloch sollte einen Durchmesser von 8 cm aufweisen. Die Dohle kommt in luftiger Höhe angeflogen, weshalb der Kasten in einer Höhe von mindestens 10 Metern aufgehängt werden sollte. Der Feldsperling ist sogar in Bezug auf das Baumaterial sehr genügsam. Hier muss es nicht das klassische Holzhäuschen sein. Auch eine Konstruktion aus Holz und Beton wird gerne angenommen. Das Flugloch sollte 32 mm im Durchmesser aufweisen.

Fazit: Alle profitieren vom Nistkasten

Nicht nur, dass Nistkästen das eigene Gartenkonzept aufwerten können, sie helfen unseren Vögeln auch bei der Wohnungssuche und können im Sommer sogar von Wespen oder Hornissen genutzt werden. Wer selbst Lust und Zeit hat, kann das Nistkästchen selber bauen. Dazu stehen im Netz zahlreiche bebilderte Anleitungen zur Verfügung. Alternativ können die Kästen auch im Netz bestellt werden. Bei der riesigen Auswahl fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Im Vorfeld sollte deshalb ein gründlicher Vergleich gestartet werden.

 

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DIY liegt im Trend: Vogelhäuschen selber bauen

Wenn Sie gerne basteln und auch die Zeit dafür haben, können Sie den Nistkasten auch in Eigenregie anfertigen.  Die Liste der Utensilien finden Sie freiraum-erlebnis.de .

Und so wird’s gemacht:

Die einzelnen Teile können selbst auf die richtigen Abmessungen zugesägt werden. Alternativ kann man die Zuschnitte auch im Baumarkt anfertigen lassen. Nun werden zwei kleine Löcher in das Bodenteil gebohrt. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Staunässe abfließen kann. Anschließend werden die Seitenwandbretter und die Rückwand mit dem Bodenteil zusammengenagelt.
Und nun kann auch schon das flache Dach auf der Konstruktion befestigt werden. Die Schräge sorgt dafür, dass kein Wasser auf dem Dach stehenbleibt. Wir empfehlen zudem, etwas Dachpappe aufzubringen.
Sofern der Nistkasten nicht die erforderliche Stabilität aufweist, können Sie bei Bedarf etwas nachleimen. Bohren Sie nun ein Loch in die Vorderwand. Das Loch muss einen bestimmten Durchmesser haben, damit die unterschiedlichen Vogelarten leichten Zugang haben: Der Sperling, sowie die Hauben-, die Tannen-, die Sumpf- und die Blaumeise benötigen einen Durchmesser von 26 bis 28 mm. Der Gartenrotschwanz, der Wendehals und die Kohlmeise bevorzugen es etwas größer, weshalb das Einflugloch einen Durchmesser von 32 bis 34 mm aufweisen sollte. Nun können Sie die Vorderwand befestigen. Dabei sollten Sie beachten, dass sich die Rückwand wieder abnehmen lässt. So ist es einfacher, das Nistkästchen im Winter zu reinigen.

Tipp: Ein zusätzlicher Schutz vor wühlenden Katzentatzen bietet ein Kunststoff-Röhrchen, welches mit demselben Durchmesser am Einflugloch befestigt wird.

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