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Meisen­knö­del und ande­res Vogel­fut­ter selber machen

Viele Vogel­ar­ten freuen sich sehr, wenn sie in heimi­schen Gärten ein viel­fäl­ti­ges Futter­an­ge­bot finden, vor allem an eisig kalten Winter­ta­gen, aber auch in den Sommer­mo­na­ten.

Im Garten­markt gibt es zwar ferti­ges Vogel­fut­ter zu kaufen, doch dieses ist häufig nicht nur teuer, sondern enthält oft auch Ambro­sia-Samen­pflan­zen, deren Pollen bei Vögeln aller­gie­aus­lö­send sein können. Wenn Du den gefie­der­ten Garten­freun­den daher etwas Gutes tun möch­test, kannst Du ganz einfach Vogel­fut­ter selber machen. Wenn Du Freude daran hast, kannst Du es sogar in deko­ra­tive Formen brin­gen.

Bei der Vogel­fut­ter- und Meisen­knö­del-Herstel­lung gibt es aller­dings eini­ges zu beach­ten. Alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen rund um dieses Thema findest Du in diesem Beitrag.

Meisenknödel und anderes Vogelfutter selber machen

Meisen­knö­del und ande­res Vogel­fut­ter selber machen

Welches Futter ist eigent­lich das rich­tige für heimi­sche Wild­vö­gel?

Bei den Vögeln ist es im Grunde wie bei uns Menschen: Nicht jedem Vogel schmeckt dasselbe. Heimi­sche Garten­vö­gel lassen sich grob in drei Futter­ty­pen eintei­len:

  1. Körner­fres­ser

Diese Vögel haben einen kräf­ti­gen Schna­bel, mit dem sie sogar harte Scha­len aufbre­chen können. Zu dieser Gruppe gehört beispiels­weise der Buch­fink, aber auch der Zeisig, der Haus­sper­ling, die Gold­am­mer und der Dompfaff.

Körner­fres­ser bevor­zu­gen, wie die Namens­be­zeich­nung bereits zum Ausdruck bringt, grobe Körner wie etwa Sonnen­blu­men­kerne, Hafer­flo­cken, Mohn, Hanf­sa­men und Buch­wei­zen.

  1. Weich­fut­ter­fres­ser

Diese Vögel haben viel zier­li­chere und spit­zere Schnä­bel als die Körner­fres­ser und lieben Insek­ten und ande­res weiches Futter wie beispiels­weise Beeren, Äpfel, Hage­but­ten aber auch Kleie, Hafer­flo­cken und Rosi­nen. Das Rotkehl­chen, der Zaun­kö­nig, der Star, die Hecken­brau­nelle, der Grau­schnäp­per und auch die Amsel sind typi­sche Weich­fut­ter­fres­ser.

  1. Alles­fres­ser

Einige Vogel­ar­ten wie zum Beispiel die Kohl­meise, der Klei­ber oder auch der Eichel­hä­her fres­sen sowohl Körner- wie auch Weich­fut­ter. Sie gelten daher als Alles­fres­ser.

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Vogel­fut­ter selber machen: Was gibt es zu beach­ten?

Im Garten- oder Baumarkt, zum Teil auch in gut sortier­ten Super­märk­ten oder Reform­häu­sern, gibt es bereits fertige Vogel­fut­ter­mi­schun­gen zu kaufen. Auch im Online-Fach­han­del findest Du Spezi­al­mi­schun­gen, sowohl für Weich­fut­ter- wie auch für Körner­fres­ser.

In diesen ferti­gen Vogel­fut­ter­mi­schun­gen stecken oftmals auch tieri­sche Prote­ine in Form von getrock­ne­ten Mehl­wür­mern und sons­ti­gen Trocken­in­sek­ten. Dennoch enthal­ten Fertig­pro­dukte häufig auch unnö­tige Zusätze, die nicht gesund für unsere heimi­schen Vögel sind.

Blaumeise frisst selbst gemachtes Vogelfutter

Blau­meise frisst selbst gemach­tes Vogel­fut­ter

Was eignet sich als Vogel­fut­ter?

Wenn Du Vogel­fut­ter selber machen möch­test, kannst Du auf verschie­dene Körner, Kerne, Samen, Nüsse, Beeren oder Früchte zurück­grei­fen, denn davon ernäh­ren sich Wild­vö­gel bevor­zugt. Sehr gut geeig­net sind zum Beispiel Sonnen­blu­men­kerne, Hafer­flo­cken, Walnüsse, Hasel­nüsse, Mohn, Hanf­saat und Buch­wei­zen.

Wenn in den Winter­mo­na­ten keine frischen Früchte zur Verfü­gung stehen, freuen sich Garten­vö­gel auch über natur­be­las­se­nes, zerklei­ner­tes Trocken­obst. Hier eignen sich zum Beispiel Hage­but­ten und Äpfel sehr gut.

Du soll­test bei der Selbst­her­stel­lung von Vogel­fut­ter in jedem Fall auf eine hohe Quali­tät der verwen­de­ten Zuta­ten achten.

Darüber hinaus soll­ten die Inhalts­stoffe artge­recht und gesund sein: Verwende also beispiels­weise keine gesal­ze­nen Sonnen­blu­men­kerne oder Nüsse, wenn Du Vogel­fut­ter selber machen möch­test.

Unge­eig­net sind außer­dem Brot, roher Reis oder Grieß. Solche unge­eig­ne­ten Zuta­ten können im Magen der Vögel aufquel­len und zum Tod der Tiere führen.

Vogel­fut­ter im Sommer: Worauf kommt es bei der Sommer­füt­te­rung an?

Auch in den Sommer­mo­na­ten brau­chen Vögel ein salz­freies und aus hoch­wer­ti­gen Zuta­ten bestehen­des Futter, das nicht nur satt macht, sondern auch alle wich­ti­gen Nähr­stoffe liefert. Vor allem der Protein- und Kalzi­um­be­darf steigt im Sommer. Dieser kann ideal über Insek­ten und Würmer gedeckt werden.

Leider wird dieses natür­li­che Nahrungs­an­ge­bot nicht nur im kalten Winter, sondern auch in der warmen Jahres­zeit immer knap­per: Durch die Urba­ni­sie­rung sowie damit verbun­dene aufge­räumte heimi­sche Gärten und Parks, der immer häufi­gere Einsatz von Pesti­zi­den und Pflan­zen­schutz­mit­teln sowie inten­siv betrie­bene Land­wirt­schafts­ar­beit werden nämlich immer mehr Insek­ten ihrem natür­li­chen Lebens­raum beraubt.

Es gibt auch immer weni­ger heimi­sche Pflan­zen und somit auch immer weni­ger Nahrung für Insek­ten und Wild­vö­gel.

Haubenmeise frisst selbst gemachtes Fettfutter für Wildvögel

Hauben­meise frisst selbst gemach­tes Fett­fut­ter für Wild­vö­gel

Welche Vögel profi­tie­ren beson­ders von der Sommer­füt­te­rung?

Lange Zeit galt die Vogel­füt­te­rung im Sommer als umstrit­ten, doch heut­zu­tage wird sie von Orni­tho­lo­gen unter­stützt, ja sogar geför­dert!

Steht nämlich ein adäqua­tes Vogel­fut­ter im Sommer zur Verfü­gung, so hilft das den Vogel­el­tern vor allem auch bei der Aufzucht ihrer Jung­vö­gel.

Insbe­son­dere Vogel­ar­ten, die auf Insek­ten ange­wie­sen sind, um ihren Nach­wuchs ernäh­ren zu können, profi­tie­ren von Futter­sta­tio­nen. In der Brut­zeit sind die Vogel­el­tern nämlich nahezu perma­nent unter­wegs, nur um Essba­res für die Klei­nen aufzu­trei­ben. Damit die Eltern gesund und bei Kräf­ten blei­ben können, brau­chen aber auch sie selbst ein nähr­stoff­rei­ches Futter. Eine zusätz­li­che Futter­ver­sor­gung im Sommer kann also den Altvö­geln das Leben deut­lich erleich­tern.

Spezi­elle Erdnuss­säu­len und loses Körner­fut­ter mit Sonnen­blu­men­ker­nen können ideal als Vogel­fut­ter im Sommer ange­bo­ten werden – und zwar nicht nur im heimi­schen Garten, sondern auch auf dem Balkon. Erdnüsse und Sonnen­blu­men­kerne sind nämlich ein sehr nähr­stoff­rei­cher und ganz­jäh­rig zuver­läs­si­ger Ener­gie­lie­fe­rant, doch sie soll­ten keines­falls gerös­tet oder gesal­zen und Erdnüsse auch nicht am Stück, sondern als Bruch verfüt­tert werden.

Auch Jung­vö­gel, die gerade flügge gewor­den sind, freuen sich, wenn sie schnell auf geeig­nete Nahrung stoßen. Mit einer Zufüt­te­rung haben sie gerade in der kriti­schen Anfangs­phase ihres Lebens höhere Über­le­bens­chan­cen.

Wich­tig: Kein (selbst­ge­mach­tes) fett­rei­ches Vogel­fut­ter wie Meisen­knö­del oder in Fett getränkte Hafer­flo­cken im Früh­jahr und Sommer anbie­ten! Zur Jung­vö­gel-Fütte­rungs­zeit, das heißt von April bis Juli, soll­ten Vögel keines­falls Fett­fut­ter bekom­men, da sie dieses sonst even­tu­ell als unge­eig­nete Nahrung an ihre Jungen verfüt­tern. Auch getrock­nete Insek­ten wie zum Beispiel Mehl­wür­mer sind – zumin­dest in größe­ren Mengen – ein unge­eig­ne­tes Vogel­fut­ter im Sommer. Sie enthal­ten nämlich kein Wasser, dafür aber einen recht hohen Salz­ge­halt und sind somit für Jung­vö­gel nur schwer verdau­lich.

Vogel­fut­ter im Winter: So kommen Wild­vö­gel sicher durch den Winter

Vor allem an eisig kalten Winter­ta­gen haben es Wild­vö­gel beson­ders schwer, geeig­nete Nahrung zu finden. Mit dem rich­ti­gen Vogel­fut­ter im Winter kannst Du wesent­lich dazu beitra­gen, dass die gefie­der­ten Freunde sicher durch die kalte Jahres­zeit kommen.

Im Winter steht Fett­fut­ter im Fokus, denn die Vögel brau­chen nun beson­ders viel Ener­gie. Du kannst Fett­fut­ter und Meisen­knö­del selber machen und an geeig­ne­ten Futter­stel­len befes­ti­gen.

Körner­fres­ser freuen sich über einen Mix aus Hafer­flo­cken, gehack­ten Nüssen, Lein­sa­men, Hanf­saat und Sonnen­blu­men­ker­nen. Dieser Nuss-Kern-Mix liefert aufgrund des hohen Fett­an­teils reich­lich Ener­gie, ist aber zugleich ein natur­be­las­se­nes Vogel­fut­ter.

Reines Fett wie etwa aus Butter oder Marga­rine ist für Vögel nicht geeig­net!

Amseln, Dros­seln, Rotkehl­chen & Co. freuen sich an kalten Winter­ta­gen über Weich­fut­ter wie Rosi­nen, Hafer­kleie oder Äpfel.

Wich­tig ist, dass nicht gefres­se­nes Vogel­fut­ter regel­mä­ßig entfernt und das Voge­fut­ter­haus sauber gehal­ten wird.

Bei der Winter­füt­te­rung soll­ten folgende Grund­re­geln ausrei­chend Beach­tung finden:

  • Wild­vö­gel soll­ten regel­mä­ßig gefüt­tert werden, denn sie verlas­sen sich fest auf eine einmal gefun­dene Nahrungs­quelle.
  • Küchen­reste sind kein geeig­ne­tes Vogel­fut­ter, denn salz­rei­che, quel­lende Nahrungs­mit­tel können für Wild­vö­gel sehr gefähr­lich sein.
  • Verfüt­tere nur artge­rech­tes Futter und versu­che, jedem Vögel­chen etwas Passen­des anzu­bie­ten.
  • Groß­fut­ter­stel­len sind nicht ideal, denn hier können sich Krank­hei­ten beson­ders rasch ausbrei­ten. Stelle daher lieber mehrere Wasser- und Vogel­fut­ter­stel­len auf.
  • Futter­stel­len müssen auch im Winter regel­mä­ßig gerei­nigt werden.
  • Im Winter brau­chen Vögel nicht nur geeig­ne­tes Futter, sondern auch täglich frisches Wasser, zum Beispiel aus der Vogel­tränke!
Kleiber frisst Vogelfutter aus Haferflocken und Öl

Klei­ber frisst Vogel­fut­ter aus Hafer­flo­cken und Öl

DIY-Vogel­fut­ter: Welche Zuta­ten sind geeig­net und welche nicht?

Das Vogel­fut­ter­an­ge­bot sollte so viel­fäl­tig wie nur möglich sein, denn damit kannst du viele verschie­dene Wild­vo­gel­ar­ten begeis­tern.

Sonnen­blu­men­kerne, aber auch Hanf­sa­men und Kürbis­kerne sind eine gute Basis für selbst gemach­tes Vogel­fut­ter, vor allem für Körner­fres­ser, denn diese Zuta­ten punk­ten mit einem hohen, wert­vol­len Fett­ge­halt.

Zusätz­lich sind folgende Zuta­ten für die DIY-Vogel­fut­ter­her­stel­lung geeig­net:

  • Gehackte Erdnüsse
  • Gehackte Hasel­nuss­kerne
  • Gehackte Walnüsse
  • Hirse
  • Hafer­flo­cken
  • Buch­wei­zen­flo­cken
  • Löwen­zahn-, Distel- und Brenn­nes­sel­sa­men
  • Lein­sa­men
  • Buch­eckern
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Zuletzt aktua­li­siert am: 7. Dezem­ber 2022 03:21
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Vögel, die Weich­fut­ter­fres­ser sind, können mit solchen Körner­mi­schun­gen nur sehr wenig anfan­gen. Sie fres­sen zwar gerne kleine Krümel, doch sie bevor­zu­gen eindeu­tig Weich­fut­ter, denn dieses können sie mit ihrem Schna­bel viel besser aufneh­men.

Folgende Zuta­ten sind für Weich­fut­ter­fres­ser ideal:

  • Hafer­flo­cken
  • Weizen­kleie
  • Hage­but­ten
  • Beeren wie zum Beispiel Vogel­bee­ren, Sand­dorn­bee­ren, Holun­der­bee­ren, Weiß­dorn­bee­ren, Eber­eschen­bee­ren, Schle­hen­bee­ren und andere Wild­bee­ren.
  • Korin­then, Rosi­nen und andere unge­schwe­felte Trocken­früchte
  • Getrock­nete Insek­ten

Viele der genann­ten Beeren kannst Du auch ganz einfach selbst sammeln und trock­nen. Im Herbst findest Du etwa im Wald viele Früchte, doch ernte bitte nichts von gespritz­ten Feldern.

Welche Zuta­ten sind für die Herstel­lung von Vogel­fut­ter nicht geeig­net?

Folgende Zuta­ten vertra­gen Wild­vö­gel nicht, denn ihr Magen ist nicht für die Verdau­ung geschaf­fen. Im schlimms­ten Fall können die Tiere sogar verster­ben, wenn sie mit solchen Zuta­ten gefüt­tert werden:

  • Gewürzte Zuta­ten
  • Gesal­zene Lebens­mit­tel
  • (trocke­nes) Brot
  • Spei­se­reste

Welches Fett ist für Vogel­fut­ter am besten geeig­net?

Wenn Du nähr­stoff­rei­ches Vogel­fut­ter selber machen möch­test, brauchst Du ein pflanz­li­ches oder tieri­sches Fett als Grund­lage.

Als tieri­sches Fett kannst Du zum Beispiel Schwei­ne­schmalz oder auch Rinder­talg verwen­den. Diese Fett­ar­ten findest Du bei jedem loka­len Metz­ger oder im Online­fach­han­del. Beim Online­kauf soll­test Du aber immer auf vertrau­ens­wür­dige Herstel­ler und eine hohe Produkt­qua­li­tät setzen.

Tipp: Wähle am besten Fett in Bio-Quali­tät, denn das ist gesün­der und hoch­qua­li­ta­ti­ver!

Als pflanz­li­ches Fett ist Kokos­fett eine sehr gute Wahl. Ergän­zend kann auch Pflan­zenöl wie zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl verwen­det werden, damit die Futter­masse auch bei eisig-kalten Tempe­ra­tu­ren nicht brüchig oder zu hart wird.

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DIY-Rezepte: Vogel­fut­ter selber machen

Im Folgen­den findest Du einige Rezepte, wie Du Vogel­fut­ter selber machen kannst.

Selbst gemach­tes Fett­fut­ter für Vögel

Zuta­ten:

  • 250 g Kokos­fett
  • 300 g zarte Hafer­flo­cken
  • 250 g Schwei­ne­schmalz (nicht gesal­zen!)
  • 250 g Sonnen­blu­men­kerne
  • 50 g gehackte Hasel­nüsse
  • 50 g gehackte Erdnüsse

So geht´s

  • Zunächst das Kokos­fett und das Schwei­ne­schmalz bei schwa­cher Hitze­zu­fuhr erhit­zen.
  • Sobald das Fett flüs­sig ist, die Hafer­flo­cken, die Sonnen­blu­men­kerne und die Nüsse unter­rüh­ren.
  • Anschlie­ßend den Topf von der Koch­stelle nehmen und die Masse gut ausküh­len lassen. Dabei immer wieder mal umrüh­ren, damit die Masse nicht am Topf fest­kle­ben kann.
  • Sobald eine knet­bare Masse entstan­den ist, kannst Du sie belie­big formen und an Wild­vö­gel verfüt­tern.

Das Vogel­fut­ter, das nicht sofort verfüt­tert wird, ist im Kühl­schrank maxi­mal sieben Tage lang halt­bar. Du kannst es aber auch gerne portio­nie­ren und einfrie­ren. Im Gefrier­schrank hält sich das DIY-Vogel­fut­ter nämlich leicht einige Monate. Vor dem Verfüt­tern an die Vögel musst Du es aber natür­lich voll­stän­dig auftauen lassen.

Vogel­fut­ter für Weich­fres­ser mit Rinder­talg und Mehl­wür­mern

Das brauchst Du

  • 2 EL Rapsöl
  • 500 g Rinder­talg
  • 200 g getrock­nete, nicht geschwe­felte Früchte
  • 200 g getrock­nete Mehl­wür­mer
  • 100 g Hafer­flo­cken (Fein­blatt)

So geht´s

  • Schmelze in einem ersten Arbeits­schritt den Rinder­talg und rühre dann das Rapsöl ein.
  • Gib dann die Trocken­früchte, die Mehl­wür­mer sowie die Hafer­flo­cken hinzu und verrühre alles gründ­lich mitein­an­der.
  • Lasse die Mischung gut abküh­len und forme sie dann mit den Händen belie­big.

Alter­na­tiv kannst Du mit der Masse auch einen Futter­be­häl­ter befül­len (Ideen hierzu bekommst Du weiter unten in diesem Beitrag!).

Trocken­obst-Hafer-Vogel­fut­ter

Das brauchst Du

  • 200 g Fein­blatt-Hafer­flo­cken
  • 150 g TK-Wald­bee­ren
  • 100 g Rosi­nen
  • 100 g nicht geschwe­felte Trocken­früchte
  • 4 hart­ge­kochte Eier
  • 1 EL Olivenöl oder Sonnen­blu­menöl

So geht´s

  • Weiche die Rosi­nen – am besten über Nacht – in Wasser ein.
  • Vor der weite­ren Zube­rei­tung dann die Hafer­flo­cken in ein wenig Öl trän­ken.
  • Schneide nun das Trocken­obst in kleine Stücke, ebenso die hart­ge­koch­ten Eier.
  • Vermi­sche nun alle Zuta­ten gründ­lich mitein­an­der.
  • Teile das Weich­fut­ter im Ideal­fall in 100-Gramm-Portio­nen ein: Diese kannst Du entwe­der einfrie­ren oder auf mehrere klei­nere Futter­stel­len vertei­len.

Tipp für harte Winter:

Wenn Du magst, kannst Du diesem Rezept noch 200 g Rinder­talg hinzu­fü­gen, um die Wild­vö­gel mit nahr­haf­tem Futter für eisig kalte Tage zu stär­ken.

Vogel­fut­ter selbst machen mit Kokos­fett

Das brauchst Du

  • 250 g Kokos­fett
  • 150 g Hafer­flo­cken
  • 100 g Weizen­kleie
  • 50 g Rosi­nen (für Weich­fut­ter­fres­ser)

Oder für Körner­fres­ser anstatt der Rosi­nen:

  • 100 g Sonnen­blu­men­kerne
  • 100 g Hanf-Saat
  • 100 g gehackte Nüsse nach Belie­ben

So geht´s

  • Schmelze zunächst einmal bei mitt­le­rer Tempe­ra­tur das Kokos­fett.
  • Mische dann die von Dir ausge­wähl­ten Körner zusam­men (je nach­dem ob das Futter für Körner- oder für Weich­fut­ter­fres­ser sein soll).
  • Verteile nun Keks-Ausstech­for­men auf ein mit Back­pa­pier ausge­leg­tem Blech und befülle sie bis knapp unter dem Rand mit der Hafer-, Samen- oder Nuss-Mischung.
  • Gieße nun vorsich­tig das leicht abge­kühlte und nicht mehr ganz flüs­sige Kokos­fett­masse hinzu.
  • Alles gut abküh­len lassen.

Vogel­fut­ter selber machen ohne Fett

Vogel­fut­ter kannst Du auch ganz unkom­pli­ziert ohne Öl herstel­len. Stelle dafür einfach eine eigene Körner-, Samen-, Nüsse- und Trocken­obst­mi­schung zusam­men und biete diese im Vogel­fut­ter­haus oder einer Futter­säule an.

Meisen­knö­del selber machen

Als Meisen­knö­del-Form eignen sich neben Blumen­töp­fen auch halbe Kokos­nuss­scha­len oder andere halb­ku­ge­lige Gefäße. In der Mitte wird ein Klet­ter­stöck­chen oder ein Band ange­bracht. Oben brauchst Du eine Schlaufe zum Aufhän­gen des selbst­ge­mach­ten Meisen­knö­dels.

Das brauchst Du

  • 150 g Fett (Rinder­talg­fett oder Kokos­fett)
  • 150 g Körner­mi­schung (pro Knödel)
  • 2 EL Rapsöl oder Sonnen­blu­menöl

So geht´s

  • Zunächst das Fett schmel­zen und dann mit den ande­ren Zuta­ten gründ­lich vermi­schen.

Fülle die noch zähflüs­sige Masse in Deine Schale bzw. in Dein Gefäß und schon kannst Du die Meisen­glo­cke am Baum aufhän­gen. Sollte Dir das Aufhän­gen zu aufwen­dig sein, kannst Du auch aus der halb erstarr­ten Masse Meisen­knö­del formen und auf deinem Back- oder Küchen­pa­pier gut abküh­len lassen.

Meisen­ringe selber machen

Auf ähnli­che Weise kannst Du auch Meisen­ringe selber machen. Du brauchst dafür ledig­lich eine Mini-Gugl­hupf-Sili­kon­form oder eine Sili­kon-Donut­form sowie eine Natur­kor­del zum Aufhän­gen.

Das brauchst Du

  • 250 g Kokos­fett
  • 150 g Nüsse, Körner, Samen, Trocken­früchte nach Belie­ben

Zum Beispiel: Sonnen­blu­men­kerne, Kürbis­kerne, Hafer­flo­cken, Walnüsse, Hasel­nüsse, Erdnüsse, getrock­nete Apri­ko­sen oder Rosi­nen.

Wich­tig: Nüsse bitte nur in zerklei­ner­ter Form verar­bei­ten.

So geht´s

  • Lass das Kokos­fett bei nied­ri­ger Tempe­ra­tur in einem Topf auf dem Herd flüs­sig werden.
  • Gib zwischen­zeit­lich Deine gewünsch­ten Saaten, Körner und Nüsse in die Sili­kon­form.
  • Die Trocken­früchte klein schnei­den und eben­falls in die Sili­kon­for­men füllen.
  • Nun vorsich­tig das flüs­sige Fett hinzu­gie­ßen und abküh­len lassen.
  • Sobald die Meisen­ringe fest sind, kannst Du sie aus der Form nehmen und mit einer Natur­kor­del an einem schat­ti­gen und vor Katzen geschütz­tem Ort aufhän­gen.

Tipp: Je nach Außen­tem­pe­ra­tur kannst Du die Meisen­ringe von Novem­ber bis Februar aufhän­gen. Sobald es drau­ßen zu warm wird und die Meisen­ringe zu viel Sonnen­strah­len abge­kom­men, soll­test Du sie abneh­men, da das Fett sonst zu schmel­zen beginnt.

Vogel­fut­ter selber backen

Aus Hafer­flo­cken, Mager­quark, Eiern und Pflan­zen­fett kannst Du einen ener­gie­rei­chen Futter­ku­chen für Wild­vö­gel herstel­len:

Das brauchst Du:

  • 500 g fett­ar­mer Quark (Mager­quark)
  • 3 Eier
  • 400 g Pflan­zen­fett
  • 300 g Hafer­flo­cken
  • 100 g Rosi­nen (nicht geschwe­felt)
  • 100-150 g Voll­korn­mehl
  • 250 g grob gehackte Nüsse nach Belie­ben (zum Beispiel Erdnüsse)

So geht´s

  • Bringe in einem ersten Schritt das Pflan­zen­fett zum Schmel­zen.
  • Vermi­sche dann alle Zuta­ten in einer Schüs­sel mitein­an­der.

Tipp: Wenn Du Vogel­fut­ter gerne mit Kindern selber machen möch­test, können diesen Zube­rei­tungs­schritt auch gerne die Klei­nen über­neh­men.

  • Gibt das gesamte Gemisch in eine feuer­feste Back­form und backe den Futter­ku­chen für die Vögel rund 15 bis 30 Minu­ten bei 180 Grad Celsius.
  • Anschlie­ßend aus dem Ofen heraus­neh­men, ausküh­len lassen und in klei­nen Teilen an die Vögel verfüt­tern. Alter­na­tiv kannst Du auch mit Ausstech­for­men kleine Stücke ausste­chen und diese backen.

Abge­kühlte Futter­ku­chen­teile können im Kühl­schrank einige Tage lang aufbe­wahrt werden, im Gefrier­schrank sogar sechs bis acht Monate.

Wich­tig: Zerklei­nere Nüsse immer vor der weite­ren Verar­bei­tung, damit die Vögel sie später auch gut verzeh­ren können.

Krea­tiv & deko­ra­tiv: In welche Formen kann das selbst gemachte Vogel­fut­ter gefüllt werden?

Am besten geeig­net sind Sili­kon­for­men, also ganz normale Back­for­men, doch auch Ausstech­förm­chen sind ideal geeig­net um Dein selbst gemach­tes Vogel­fut­ter in Form zu brin­gen. Zudem gibt es aber noch viele weitere und rich­tig krea­tive Möglich­kei­ten:

  • Vogel­fut­ter in einem Kiefern- oder Tannen­zap­fen

Insbe­son­dere Kiefern­zap­fen sind ein ausge­zeich­ne­ter und zudem rein natür­li­cher Vogel­fut­terträ­ger. Zudem sehen Zapfen am Baum auch sehr deko­ra­tiv aus.

Befes­tige am oberen Zapfe­nende eine Schnur. Trage dann das schon abge­kühlte Fett-Futter-Gemisch auf den Zapfen auf und drücke es in die Zwischen­räume.

Die Futter-Kiefer­zap­fen kannst Du in Bäume, aber auch in kleine Sträu­cher hängen. Sie sind ideal für Klein­vö­gel wie Spat­zen, Kohl­mei­sen oder Blau­meise. Tauben, Elstern und Krähen finden hinge­gen keinen Halt daran.

Specht frisst hausgemachtes Vogelfutter aus einem Zapfen

Specht frisst haus­ge­mach­tes Vogel­fut­ter aus einem Zapfen

  • Baum­rinde als Vogel­fut­terträ­ger

Trage die abge­kühlte Futter­masse auf das Baum­rin­den­stück auf und lege es einfach auf die Fens­ter­bank. Alter­na­tiv kannst Du auch die Baum­rinde mit einer Kordel im Garten oder auf dem Balkon aufhän­gen.

  • Tassen­fut­ter

Alte oder ange­sto­ßene Tassen sind eben­falls ein idea­ler Vogel­fut­ter­spen­der. Fülle die Tasse einfach mit dem frisch gemach­ten, noch nicht komplett ausge­här­te­ten Vogel­fut­ter und stecke einen klei­nen Stock als Sitz­stange für die Wild­vö­gel hinein.

Zum Aufhän­gen ziehst Du einfach eine Schnur durch den Tassen­hen­kel und schon kannst Du sie an jedem Zweig befes­ti­gen.

Selbst gemachtes Vogelfutter aus der Tasse

Selbst gemach­tes Vogel­fut­ter aus der Tasse

  • Ausge­höhlte Oran­gen- oder Kokos­nuss­hälfte

Höhle die Bio-Orange oder die Kokos­nuss­hälfte aus und fülle die Vogel­fut­ter­masse hinein. Einfach ein oder zwei Stäb­chen als Sitz­stan­gen hinein­ste­cken und mit ein wenig Geschick einen Faden zum Aufhän­gen daran befes­ti­gen.

Diese Methode ist übri­gens nur für den kalten Winter ideal, denn bei warmen Außen­tem­pe­ra­tu­ren kann die Schale zu schim­meln begin­nen.

  • Ausstech­for­men

Wenn Du magst, kannst Du auch klas­si­sche Keks­aus­ste­cher verwen­den, um Vogel­fut­ter selber zu machen. Hier kannst Du rich­tig krea­tiv werden, denn es gibt unzäh­lig viele Förm­chen. Verwende aber eher grobe Formen wie zum Beispiel einen Kreis oder eine Blume. Sehr fili­grane Ausstech­förm­chen wie etwa feine Tannen­baum­spit­zen oder dünne Stern­spit­zen können zu leicht brechen.

Tipp: Damit das Fett nicht aus der Form heraus­läuft, soll­test Du zunächst nur eine geringe Fett­menge einfül­len, diese gut trock­nen lassen und bei Bedarf noch ein wenig nach­gie­ßen

Fettfutter für Vögel selber machen in der Ausstechform

Fett­fut­ter für Vögel selber machen in der Ausstech­form

  • Leere Toilet­ten­pa­pier­rolle als Futter­kol­ben

Auch leere Toilet­ten­pa­pier­rol­len sind sehr prak­tisch und können zudem sehr deko­ra­tiv gestal­tet werden.

Schneide zunächst mit einer Schwere unten und oben zwei gegen­über­lie­gende Löcher in die Rolle. Bestrei­che die Papier­rolle dann von außen mit weichem, aber nicht mehr flüs­si­gem Fett und wälze es ordent­lich in Vogel­fut­ter, also in unter­schied­li­chen Trocken­früch­ten, Saaten, Kernen und Nüssen.

Fädele durch die beiden oberen Löcher ein Band ein und verknote es. Durch die unte­ren Löcher kannst Du einen klei­nen Ast schie­ben, damit auf beiden Seiten Vögel­chen sitzen und essen können.

Befes­tige den Futter­kol­ben an einem trocke­nen und wind­ge­schütz­ten Ort, damit sich die Papier­rolle nicht auflöst, bevor die Vögel­chen alles aufge­fres­sen haben.

Tipp: Anstatt des Fett­fut­ters kannst Du auch eine salz­freie Erdnuss­but­ter verwen­den. Das ist vor allem im Winter ein opti­ma­les Kraft­fut­ter für Wild­vö­gel!

Vogelfutter selber machen hilft der heimischen Vogelwelt

Vogel­fut­ter selber machen hilft der heimi­schen Vogel­welt

  • Gugel­hupf-Form oder Mini-Muffin-Form

Eine sehr simple und ideale Vari­ante, wenn Du Meisen­knö­del und Meisen­ringe selber machen möch­test, ist eine Gugel­hupf- oder Muffin-Back­form aus Sili­kon. Diese Formen werden einfach mit der flüs­si­gen Fett-Körner-Mischung befüllt und anschlie­ßend zum Abküh­len stehen gelas­sen, bis eine stabile Futter­form entsteht. Als Aufhän­gung wird einfach eine Schnur durch den Ring oder die Form gezo­gen und schon steht für die Wild­vö­gel eine Futter­sta­tion bereit.

Sili­kon­for­men haben den großen Vorteil, dass das flüs­sige Fett zum einen nicht aus ihnen heraus­lau­fen kann und zum ande­ren lässt sich das ausge­här­tete, abge­kühlte Vogel­fut­ter später ganz einfach aus der Form heraus­lö­sen.

  • Futter­glo­cken

Eine solche Futter­glo­cke besteht aus alten Blumen­töp­fen, Dosen oder auch aus Kokos­nuss­scha­len.

Im Wasser­ab­zugs­loch wird ein Zweig befes­tigt, der ca. 8 bis 10 Zenti­me­ter über­ste­hen soll. An diesem können sich die Vögel dann fest­hal­ten. In das Innere wir das Vogel­fut­ter hinein­ge­ge­ben. Am oberen Ende kann es an einen Baum festigt werden. Wähle am besten einen schat­ti­gen Ort aus, denn warmen Tempe­ra­tu­ren kann der Futter­in­halt ansons­ten heraus­fal­len.

  • Joghurt­be­cher als Futter­form

Auch ein leerer Joghurt­be­cher kann sehr prak­tisch sein! Stich einfach ein klei­nes Loch in den Becher­bo­den und fädele die Aufhänge-Schnur ein. Befülle dann den Joghurt­be­cher mit dem noch weichen Fett­fut­ter. Sobald es ausge­här­tet ist, kannst Du den Joghurt­be­cher ganz einfach aufschnei­den und an einem Baum­zweig befes­ti­gen. Du kannst auch gerne einen Ast an der Aufhänge-Kordel befes­ti­gen, damit sich die Vögel hinset­zen können.

Fazit: Vogel­fut­ter selber machen

Wir alle können ganz­jäh­rig für wert­volle Futter­stel­len für Wild­vö­gel sorgen, ganz egal ob im heimi­schen Garten oder auf dem Balkon. Für den Vogel­schutz ist es unge­mein wich­tig, dass Vögel in jegli­cher Hinsicht ideale Lebens­be­din­gun­gen vorfin­den: Hierzu gehö­ren etwa geeig­nete Nist- und Brut­plätze, aber auch natür­li­che Nahrungs­quel­len, Futter- und Trink­stel­len.

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